Die Methoden sind Wege, um die von der Pfadibewegung gesteckten, erzieherischen
Ziele zu
erreichen. Die folgenden sieben Methoden sind alle gleich wichtig, die folgende
Reihenfolge ist keine Rangordnung. Die Pfadibewegung ist in vier Altersstufen
gegliedert, welche eine altersgerechte Förderung der Kinder, Jugendlichen und
jungen Erwachsenen ermöglichen. Bei der Umsetzung der Methoden wird auf die
Eigenheiten der jeweiligen Altersstufe Rücksicht genommen.
Persönlichen Fortschritt fördern
Auf ihrem Weg übernehmen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Verantwortung, erwerben Fähigkeiten und setzen sich mit Werten
auseinander. Sie stecken sich immer wieder neue Ziele und suchen
nach Möglichkeiten diese zu erreichen. Da die persönliche Leistung
des Einzelnen auch in der Gruppe anerkannt wird, spornt sie alle zu
weiteren Schritten an.
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Gesetz und Versprechen
Gesetz und Versprechen sind Spielregeln für das Zusammenleben. Sie beruhen
auf den Zielen der Pfadibewegung. Sie zeichnen eine Leitlinie für das Leben
weit über die Pfadizeit hinaus. Mit dem Versprechen verpflichten sich die
Mitglieder freiwillig, die Werte des Gesetzes zu respektieren, über welche
sie schon nachgedacht und diskutiert haben. Der Wahlspruch ruft dazu auf,
sich für die Pfadi einzusetzen.
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Leben in der Gruppe
Auf allen Stufen lernen die jungen Menschen, in der kleinen Gruppe miteinander
zu leben sowie eine aktive Rolle und Verantwortung zu übernehmen. Nach dem
Grundsatz "Junge führen Junge" nehmen sie schon früh Leitungsaufgaben wahr.
Die kleine Gruppe bereitet sie darauf vor, sich in anderen und grösseren
Gemeinschaften sicher zu bewegen und einzusetzen. Das Leben in verschiedenen
Gruppen fördert die Toleranz und die Offenheit gegenüber anderen.
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Rituale und Traditionen
Das Leben in der Gruppe und der Fortschritt jedes Einzelnen in der Pfadi ist
gekennzeichnet durch Rituale, welche die wichtigen Entwicklungsschritte der
Kinder und Jugendlichen begleiten und bewusst machen. Diese Rituale unterstreichen
die Wichtigkeit und den Sinn der gemeinsamen Aktivitäten. Die weitergehenden
Traditionen stärken den Gruppengeist. Sie müssen für alle verständlich sein
und darum immer wieder in Frage gestellt werden.
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Mitbestimmen und Verantwortung tragen
Die Aktivitäten stützen sich auf die Bedürfnisse der Pfadi ab. Von der Planung
bis zur Auswertung werden die Aktivitäten auf jeder Stufe auf eine demokratische
und mitbestimmende Art erarbeitet. Nach dem Grundsatz „learning by doing“
gestalten die Pfadi ihre Aktivitäten selbst. Dabei ist der Weg gleich wichtig wie
das Resultat. Dieser Prozess wird unter verschiedenen Begriffen auf allen Stufen
angewendet. Dabei können auch Aktivitäten durchgeführt werden, welche der Allgemeinheit
oder Benachteiligten dienen, kurz: Dienste an der Öffentlichkeit.
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Draussen leben
Die Pfadiaktivitäten finden zu einem grossen Teil im Freien statt. Durch die Nähe zur
Natur wächst das Verständnis und das Engagement der Kinder und Jugendlichen für den
Schutz von Natur und Umwelt. Im Lager bietet sich die Natur als Lebensraum an.
Draussen entdecken und erforschen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Neues und Fremdes mit Interesse.
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Spielen
Das Spiel nimmt einen zentralen Platz innerhalb der Pfadiaktivitäten ein. Es wird
zur Förderung von Kenntnissen und Fertigkeiten eingesetzt und ist dabei sowohl
sportliche wie gemeinschaftliche Aktivität. Durch die Einkleidung in eine Thema
oder Motto wird zudem die Fantasie und die Kreativität gefördert.
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